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Augen & Performance – Das Visuelle System

Unabhängig von der Sportart oder Aktivität sind gute visuelle Fähigkeiten in der Regel eine Voraussetzung für hohe Leistung.

Dein visuelles System ist das umfassendste sensorische System deines Körpers – es involviert mehr Hirnareale als alles andere, was wir tun. Die Augen selbst funktionieren dabei lediglich wie eine Kameralinse, doch die eigentliche Verarbeitung des Sehens findet tief in deiner Steuerzentrale statt. Schlechtes Sehen liefert unklare Daten und hat weitreichende Auswirkungen, die sich auf alle Bereiche des Lebens übertragen – von der Körperhaltung, chronischen Schmerzen und Bewegungsproblemen bis hin zur Wahrnehmung und sogar emotionalen Zuständen.

Wenn diese Daten unklar, widersprüchlich oder „verschwommen“ in deiner Steuerzentrale ankommen, zieht dein Gehirn sofort die Notbremse: Es blockiert Kraft, schränkt die Beweglichkeit ein und schaltet auf ein neuronales Schutzprogramm.

Die moderne Neurobiologie und renommierte wissenschaftliche Arbeiten (wie die bahnbrechenden Entdeckungen von Prof. Melvin Goodale zur visuomotorischen Steuerung) belegen heute zweifelsfrei: Sehen und Handeln sind im zentralen Nervensystem untrennbar miteinander verschaltet. Es gibt keine künstliche Trennung zwischen dem Moment, in dem ein Lichtsignal auf die Netzhaut trifft, und der daraus resultierenden motorischen Leistung. Nicht einmal alle Informationen der Fotorezeptoren werden für das reine Sehen genutzt – Teile davon steuern direkt deinen Hypothalamus an oder stabilisieren im Mittelhirn deine Kopf- und Halsposition.

Der Grund für diesen enormen Hebel ist reine Gehirn-Physiologie: Das visuelle System arbeitet als hochkomplexes, rückgekoppeltes Kreislaufsystem – auch bekannt als „Looped System“. Über zwei neuronale Autobahnen verarbeitet das Gehirn die Welt: über den dorsalen Strom im Scheitellappen für die räumliche Aufmerksamkeit sowie die Bewegungskontrolle und über den ventralen Strom im Schläfenlappen zur Erkennung von Objektgröße und Form.​​​

Weil all diese Areale über neuronale Schleifen in ständiger Wechselwirkung stehen, gilt: Durch gezielte Übungen für das Kleinhirn, den Hirnstamm oder den Cortex können wir deine Sehfunktion direkt verbessern – und umgekehrt über präzise Sehübungen diese tiefen Gehirnareale aktivieren. Liefert die Linse ungenaue Daten, verbraucht dein Gehirn ununterbrochen riesige Mengen an Energie für die visuelle Fehlerkorrektur. Dieser permanente, immense Energieverbrauch raubt dem System die Kapazität für feine Koordination, Fokus und Wohlbefinden. Die logische Folge des Gehirns ist die neuronale Notbremse.

In Anlehnung an Dr. Graham Erickson vereinfachen wir das sportliche Sehen in vier allgemeine Konzepte, bei denen die visuelle Auflösung im Fokus steht:

„Kann das Gehirn das Ziel klar sehen und treffen?“

 

Wenn ein Defizit eine ständige Gefahr für die Bewegung darstellt, lautet das eherne Gesetz im Coaching: Bedrohungen zuerst. Performance an zweiter Stelle. Erst wenn das System durch präzise Stimuli von seiner Schutzreaktion befreit ist, gehen wir von der Bedrohungsreduktion zur gezielten Bedrohungsimpfung über – wir belasten das visuelle System in Relation zu anderen Körpersystemen, um die sportliche Leistung gezielt zu maximieren.

Während die klassische Schul- und Therapiewelt dabei meist auf Schrotflinten-Ansätze setzt – wie allgemeines, isoliertes Starren auf Daumen oder einfaches Nachverfolgen von Stiften –, was bei Kindern aufgrund der noch deutlich höheren Neuroplastizität auch wesentlich öfter erfolgreich sein wird, stoßen diese Methoden bei Erwachsenen oftmals an ihre Grenzen. Visuelles Training erfordert Anstrengung, Arbeit und Konsequenz – wie jede andere sportliche Eigenschaft auch.

Wo unspezifisches Augentraining nicht mehr ausreicht, setzen wir im neurozentrierten Coaching auf absolute Präzision: Wir testen deine Steuerzentrale Ebene für Ebene. Das Ziel jedes Sehtrainings ist eine echte neuroplastische Veränderung – ob es um die okulomotorische Kontrolle, die Erkennungsgeschwindigkeit oder die periphere Wahrnehmung geht. Wir trainieren das Gehirn, nicht nur die Augen. Dabei betrachten wir dich nie isoliert, sondern testen und optimieren systematisch alle athletischen Säulen deines Körpers – von deiner Atmung und Koordination bis hin zu Kraft und Bewegung – um das visuelle System perfekt in deine Gesamtleistung zu integrieren.

Warum isoliertes „Daumenstarren“ kein adäquates Sehtraining ist

In fast jeder klassischen Online-Übungsecke oder Standardtherapie sieht man das gleiche Bild: Menschen, die bewegungslos dasitzen und minutenlang auf einen unbeweglichen Daumen oder die Spitze eines Stifts starren. Aus neurozentrierter Sicht ist das jedoch in mehrfacher Hinsicht ein Trugschluss – und kann deine visuelle Leistungsfähigkeit im Alltag und Sport sogar verschlechtern.

Die Verschaltung des visuellen Systems lehrt uns, dass wir für echte neuroplastische Veränderungen, die zu einer dauerhaften Verbesserung führen, das Auge in Kombination mit Kopf- und Ganzkörperbewegungen belasten müssen. Findet diese Progression in die Komplexität nicht statt, langweilt sich das Gehirn unterfordert und schaltet ab. Ein starres Fixieren im Sitzen trainiert im Grunde nur eine isolierte Muskelkraft der Augen, während der restliche Körper völlig inaktiv bleibt.

Letztlich kopiert dieses isolierte Augentraining damit genau die größte visuelle Zivilisationskrankheit unserer Zeit: das stundenlange, starre Blicken auf Fernsehbildschirme, Monitore und Smartphones. Unser Alltag ist bereits maximal von dieser unnatürlichen Monotonie geprägt. Bei dieser Bildschirmarbeit sinkt die natürliche Blinzelrate drastisch. Die Folge: Der Tränenfilm reißt ab, die Augen trocknen übermäßig aus, und es kommt zu einer schnellen, massiven Ermüdung des gesamten Nervensystems. Zudem verharren die Augen dabei permanent in einem starren Nahfokus, wodurch die Augenmuskulatur und der gesamte visuelle Apparat ihre natürliche Flexibilität und Dehnungsfähigkeit verlieren.

Im echten Leben und im Sport bewegen sich deine Augen, dein Kopf und deine Umwelt permanent gleichzeitig. Durch das ständige Bildschirmstarren verlernen wir diese dynamische Integration im Alltag bereits massiv. Trainierst du die Augen nun auch noch im Training dauerhaft isoliert vom Bewegungssystem, verfestigst du dieses Defizit: Getreu dem Gesetz „Benutze es oder verliere es“ werden die Verbindungen (Synapsen) zwischen den Sehzentren und den Motorikzentren träge, ineffizient und leiten Signale schlechter weiter, wenn sie nicht dynamisch gefordert werden. Das Gehirn optimiert sich quasi für den Ruhezustand und „verlernt“ die schnelle, dynamische Koordination. Die zwangsläufige Folge: Deine Leistungsfähigkeit und Sicherheit in der Bewegung lassen im Alltag und Sport spürbar nach.

Ein zentrales Werkzeug für dein Training: Optimierte Vision Sticks

Weil herkömmliche Seh-Stifte für ein echtes neuroplastisches Training oft zu ungenau sind, kam es hier zu einer gezielten Weiterentwicklung eines der am häufigsten genutzten Trainingswerkzeuge. Diese Vision Sticks wurden präzise für die Anforderungen des neurozentrierten Coachings optimiert, um dem Gehirn einen klaren, störungsfreien visuellen Reiz zu liefern – ohne visuelles „Rauschen“.

  • EU-optimierte Optotypen: Die verwendeten Buchstaben-Kombinationen sind europäisch optimiert, sodass die Sticks universell und sprachunabhängig überall in Europa im Training eingesetzt werden können.

  • Variable Herausforderung: Auf jedem Stick sind zwei verschiedene Buchstabengrößen aufgebracht. Durch eine einfache 180°-Wendung kannst du den Schwierigkeitsgrad für dein Gehirn sofort anpassen und die visuelle Auflösung gezielt fordern.

  • Aktivierung durch Farbwechsel: Die Sticks stehen mit verschiedenen Hintergrundfarben zur Verfügung. Damit lässt sich der visuelle Kontrast und der neuronale Aktivierungsreiz je nach Trainingsziel und individuellem Bedarf gezielt verändern.

  • Blinde Orientierung: Das ergonomische 4-Kanten-Profil sorgt dafür, dass du die Ausrichtung des Sticks während der Übung blind erfühlen kannst. Ein schneller Sequenz-Wechsel gelingt durch einfaches Drehen der Breitseiten, ohne dass du den Blick vom Ziel abwenden musst.

  • Scharfe Darstellung: Der präzise Druck garantiert scharfe Kanten für ein sauberes Eingangssignal und eine bestmögliche Informationsverarbeitung im Gehirn.
     

Durch den Verzicht auf eine Umverpackung erfolgt die Lieferung ressourcenschonend und kostengünstig als Warensendung.

Kontakt

Ralf Goffart

Rheinbacher Straße 24

50937 Köln​

Tel.: +49 221 519666

Mobil: +49 176 99996906​

Mail: r.goffart@gmx.de

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Danke für die Nachricht!

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